
Worum geht es hier? Zuallererst ist ein Zukunftsgarten kein weiteres Modewort hinter dem sich ein neuer Gartentrend versteckt. Vielmehr schafft mein Konzept einen Brückenschlag aus „zurück zum Vorbild der Natur“ und „fit für die Zukunft“. Zukunftsgärtner suchen Antworten auf zwei drängende Probleme unserer Zeit: Artensterben und Klimawandel. Ein Zukunftsgarten ist somit das genaue Gegenteil eines Modetrends. Er ist nachhaltig und zeitlos.
Gärten und öffentliche Grünanlagen sind in unserer zunehmend urban lebenden Gesellschaft wichtige Rückzugsorte für Tiere und Pflanzen geworden. Intensive Landwirtschaft, die Entstehung immer neuer Industrie und Gewerbegebiete und eine stetige Erweiterung der Siedlungsräume führen zu einem zunehmenden Verlust biologischer Vielfalt. Dadurch wächst die Bedeutung von naturnahen Ersatzlebensräumen. Unsere Gärten haben als solche ein ungeheuer großes Potential.

Viele Menschen spüren eine wachsende Sehnsucht nach Erlebnissen in der Natur, nach Entschleunigung und nach Raum um sich auf das Wesentliche zu besinnen. Immer größer werden dabei auch die Erwartungen an den eigenen Garten. Er soll ein Ort der Erholung sein, eine Stätte der Selbstverwirklichung, ein geschützter Ort, an dem Kinder spielen und wichtige Naturerfahrungen sammeln können. In ihm sollen Kräuter, Obst und Gemüse wachsen, kurzum soll der Garten Teil einer gesunden Lebensweise sein.
Welche Eigenschaften machen aus einem Garten einen Zukunftsgarten, der diesen Namen tatsächlich verdient? Nicht nur der Verlust an Biodiversität, sondern vor allem die schon jetzt spürbaren und noch zu erwartenden Klimaveränderungen stellen jetzige und zukünftige Gartenbesitzer vor nie gekannte Herausforderungen.
Ein echter Zukunftsgarten muss den kommenden Klimaveränderungen trotzen, gleichzeitig die Artenvielfalt fördern und unser Bedürfnis nach Erholung erfüllen. Er ist niemals ein statisches Endergebnis einer Planung, sondern immer ein dynamischer Garten, der sich durch eine große Vielfalt an Pflanzen und Strukturen wechselnden Bedingungen anpassen kann. Das kann nur dadurch erreicht werden, dass ein Zukunftsgarten immer auch ein naturnaher Garten ist, der eine große Anzahl einheimischer Pflanzen beherbergt. Sie bilden den Kern jeder zukunftsfähigen Planung. Er ist ein Ort üppiger Fülle, der nur so strotzt vor Lebendigkeit.

Viele Menschen fühlen ihre Verantwortung und möchten aktiv werden. Gärtnern liegt wieder im Trend! Geht es dir auch so? Kannst du es kaum abwarten endlich mal wieder die Finger in die Erde zu stecken? Vielleicht bist du unsicher über den Weg, den du einschlagen sollst? Womit kannst du anfangen und was ist wirklich nachhaltig? Welche Fallstricke und leeren Versprechungen lauern in Baumärkten und Gartencentern? Was entpuppt sich als Hype und was hält auch wissenschaftlichen Prüfkriterien stand? Und welche Pflanzen sind für deinen Garten die Richtigen?
Insektensterben und Klimawandel sind in aller Munde; aber wie sehen konkrete Handlungsmöglichkeiten aus, um mit den Herausforderungen unserer Zeit umzugehen? Mit welchen Wetterextremen müssen wir in Folge des Klimawandels tatsächlich rechnen und wie können wir auch unsere vorhandenen Gärten nachhaltig, also unter ökologischen Gesichtspunkten so umgestalten, dass sie ihre wichtige Funktion als Ersatz- Ökosysteme sowohl erfüllen als auch zukünftig beibehalten? Wie können wir Gärten erhalten und schaffen, die auch in Zukunft Rückzugsorte für Insekten und Erholungsorte für uns Menschen bleiben?
Antworten auf diese Fragen zu finden ist meine Passion. So lange zu recherchieren, zu prüfen und auszuprobieren bis ich einen wirklich plausiblen Lösungsansatz gefunden habe, mein Ziel. Aktuelle Forschungserbnisse, eigene Erfahrungen und die Erfahrungen anderer Gärtner fließen dabei gleichermaßen in meine Arbeit ein.
Wissen ist das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.
Marie Freifrau Ebner von Eschenbach
Ich möchte dir mit meinem Blog und Beratungsangebot ganz konkret helfen, dich mit meiner Leidenschaft und Begeisterung für das Thema anstecken und motivieren, inspirieren und anstiften deinen eigenen Garten mit anderen Augen zu sehen. In meinem Blog werde ich dich nach und nach mit hilfreichen Informationshäppchen füttern. Das werden Fotos aus meinem eigenen Zukunftsgarten sein, die Lust auf mehr machen, kleine Anstöße zum Nachdenken und Nachmachen, Beiträge zu Ökologie, Klima und Klimawandel, Portraits unwiderstehlich schöner Pflanzen, Beispiele aus anderen Gärten, Lösungsideen für Herausforderungen aller Art und Vieles mehr. Lass dich überraschen und klicke von Zeit zu Zeit einfach mal rein. Ich freu mich auf dich!
Und das Tolle ist: Jeder noch so kleine Ort, jedes Minifleckchen Erde kann ein Zukunftsgarten sein. Also lass dich anstecken, hol dir Inspirationen oder Hilfe und fang an! Einen Zukunftsgarten zu gestalten macht glücklich und zufrieden-worauf wartest du noch? Auf der Seite „Mein Konzept“ erkläre ich dir genauer aus welchen Bausteinen sich ein Zukunftsgarten zusammensetzt.



Mein Garten im Museum
2025 hat das Museum der Gartenkultur der Stiftung Gartenkultur in Illertissen, seine Ausstellung neu strukturiert und die Rubrik „Gärten der Zukunft“ ins Leben gerufen. Dazu kann man im Museum folgende Einordnung lesen:
Gärten der Zukunft
Zukunft entsteht nicht plötzlich. Sie wächst wie ein Keimling in der Erde. Zuerst unsichtbar, dann tastend, schließlich sichtbar, lebendig, blühend. Bilden sich Samen, beginnt ihre Verbreitung. Ist die Pflanze kraftvoll und ihre Blüte attraktiv, wirkt sie positiv auf Welt und Mensch- dann verdrängt sie langsam die Gegenwart.
Solche Keime der Zukunft werden hier sichtbar gemacht. Für eine begrenzte Zeit erhalten ausgewählte Projekte Raum, die neue Wege aufzeigen: Wie kann Stadtgrün im Klimawandel bestehen? Wie gestalten wir soziale Orte im öffentlichen Raum? Wie gelingt Gärtnern ohne Erdverlust und Plastik?
Die gezeigten Beispiele sind Teil einer wachsenden Sammlung. In Zukunft entsteht hier ein lebendiges Archiv der Gartenvisionen- offen für Wandel und neue Beiträge (…).
Quelle: Museum der Gartenkultur (mg)
Ich freue mich wie Bolle darüber, dass mein Garten als erster Garten in der Rubrik „Zukunft“ gezeigt wurde. Und klar bin ich auch ein wenig stolz darüber, wäre auch komisch wenn nicht, oder?…Also…hier isser:

…und das kann man dort über meinen Zukunftsgarten lesen:
„Wie gelingt ein Garten, der auch in Zukunft noch blüht – für Menschen, Tiere und das Klima? Die Biologin und Geografin Anke Leins hat auf einem heißen, trockenen Südhang ein solches Modell geschaffen: ein Garten der Resilienz und Vielfalt vereint und sich als Teil der Lösung in Zeiten von Artensterben und Klimawandel versteht.
Was einst eine „grüne Wüste“ aus Fichten, Thuja und vertrocknetem Rasen war, ist heute ein vielschichtiges Ökosystem. Im Zentrum steht ein bewusst gestalteter Klimawald, robuste Bäume mit lockeren Kronen bilden ein schützendes Dach, das Hitze abmildert, Verdunstung reeduziert und schatten spendet. Darunter gedeihen heimische Wildstauden, Sträucher und blühende Lebensräume – von wilden Hecken über Trockenmauern bis zu Feuchtstellen und Sonneninseln.
Anke Leins verbindet dabei naturnahes Gärtnern mit wissenschaftlichem Denken. Ihr Ansatz: nicht gegen, sondern mit der Natur arbeiten. Das bedeutet standortgerecht zu pflanzen, auf natürliche Kreisläufe zu achten, Ressourcen und Wasser zu schonen – und bei allem Veränderung zuzulassen. Ihr Zukunftsgarten ist kein starrer Plan, sondern ein lebendiges System im Wandel.
Besonders ist auch ihre Haltung zu nicht heimischen Pflanzen. Dort wo heimische Arten unter der Erhitzung leiden, können gezielt ausgewählte klimangepasste Gehölze helfen, ein günstiges Mikroklima zu schaffen – und damit die Lebensbedingungen für heimische Arten verbessern. Immer steht dabei die ökologische Gesamtwirkung im Fokus.
So wird der Garten zum Lernort, zum Rückzugsort, zur Oase – für Insekten und Vögel ebenso wie für Menschen und zum Vorbild: Ein Stück gelebte Zukunft, das zeigt, wie Wandel möglich ist, ohne zu verzichten.“ Quelle: Museum der Gartenkultur
Neugierig auf mehr? Mehr erfährst du auf den Seiten mein Konzept und mein Garten.